Das Hintergrundbild ist der neu renovierte Täggelibock, wieder zurück im Sendli
Geplant waren ab dem 27.April 2026 zwei bis drei Wochen Werftaufenthalt
im Trockendock der BLS-Werft Interlaken Ost.
Daraus wurden schliesslich knapp sechs Wochen:
8 Tage Vorbereitung und 39 Tage Werftaufenthalt.
Als der Täggelibock auf der vorbereiteten Konstruktion in der Werft ins trockene gelegt wurde, kamen deutlich mehr Schäden zum Vorschein als erwartet.
Damit war klar: Es wartete eine Herkulesarbeit und zusätzliche, nicht eingeplante Kosten auf uns zu.
Am 4. Juni 2026 kehrte der Täggelibock nach gründlicher Überholung und Abnahme durch das kantonale Schifffahrtsamt in seinen Heimathafen Sendli zurück.
Bereits am 6. Juni fand die erste gebuchte Fahrt statt – mit einer Hochzeitsgesellschaft an Bord.
Wer nachträglich das Projekt noch unterstützen möchte, findet hier das Spendenkonto.
Ohne Kurt Speiser/Pirat und Urs Mühlemann/Scirocco als treibende Kräfte, wäre dieser ausserordentliche Werftaufenthalt nicht möglich gewesen.
Kaum jemand kennt den Täggelibock, seinen Motor und die Sanierung der Schiffsschale so gut wie Kurt.
Seine über 45-jährige Erfahrung mit dem Täggelibock brachte wertvolles Wissen in das Projekt ein.
Urs Mühlemann überzeugte mit Organisationstalent und einem starken Netzwerk: Mithelfende, ehemalige Pfadfinder, Firmen und Institutionen trugen gemeinsam zum Gelingen bei.
Eine Kochcrew versorgte die Helferinnen und Helfer täglich mit Mittag- und Abendessen, Zwischenmahlzeiten, Getränken und Kaffee.
Die Arbeitscrew war in drei Schichten organisiert.
Gearbeitet wurde von 8 Uhr morgens bis teils um Mitternacht.
An den Wochenenden und über die Pfingst-Feiertage wurde selbstverständlich auch gearbeitet
Die vielen Helfenden kamen aus ganz unterschiedlichen Berufen.
Nur wenige hatten eine Ausbildung im Schiffsbau.
Pirat und Scirocco teilten die Arbeiten dennoch gezielt nach den Fähigkeiten der hoch motivierten Helfenden ein.
Alle sind über sich hinausgewachsen. Daraus entstand ein grossartiger Teamgeist: Man lernte sich von einer neuen Seite kennen, und aus dem Projekt entstanden neue Freundschaften.
Mit anderen Worten:
Die Strapazen haben sich von A bis Z gelohnt.
Alle Beteiligten dürfen stolz auf ihren geleisteten Beitrag sein.
Kurz gesagt:
Es war überwältigend, was gemeinsam möglich wurde.
Ein paar eindrückliche Zahlen
3’082 Arbeitsstunden wurden geleistet – ohne Pausen für Mittag- und Nachtessen.
Die Einsätze verteilten sich auf 47 Tage, davon 39 Tage in der Werft.
Für Mittag- und Nachtessen wurden insgesamt 456 Arbeitende verpflegt
40 m2 Holz wurden verbaut
Zur Endabdichtung kamen 120 Kartuschen Dichtungsmasse zum Einsatz.
Ca.200 m Kalfaterschnur wurde cm für cm eingeschlagen.
Kalfatern, was ist das?
Siehe das Video oder höre den interessanten Podcast " Dani fährt Schiff "
Ein Interview mit Niccole de Weck/Piccolo über die Kunst des kalfaterns .
Zum Video über den Werftaufenthalt:
Dieses Video wurde aus den Fotos- und den Videomaterialien der Arbeitercrew zusammengeschnitten.
Es sind Impressionen und als eine Erinnerung für die sich gelohnten Strapazen gedacht.
3082 Std. in 12 Min und 55 Sekunden zusammengefasst
Dieses Video ist ohne musikalische Begleitung.
Ausser... einer der Helfer überraschte die Arbeitercrew aus dem Nichts mit seinem speziellen Musikinstrument zu einer amüsanten Auflockerung...
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